Standpunkte des FDP Kreisverbands Bad Kissingen
zu verschiedenen Problemfeldern in Bad Kissingen

1. Fortentwicklung des innerstädtischen Einzelhandels

Fest steht, dass der Einzelhandel in Bad Kissingen seine Weiterentwicklung in die eigenen Hände nehmen muss. Fest steht aber auch, dass die Stadt diesen Prozess mit flankierenden Maßnahmen nach Kräften fördern muss. Diese müssen sein:
> Bedarfsgerechte Verkehrsführung und -bewirtschaftung,
> Entrümpelung der Gemeindesatzungen,
> Aktive Unterstützung der Immobilieneigentümern bei der Neugestaltung des Bereichs    „Weidgasse-Badgasse-Bräugasse“ zu einer Magnetzone für die Innenstadt mit Wohn- und    Geschäftsbereichen. Hier sollte der Einzelhandel einen ausgesprochen hohen    Spezialisierungsgrad erreichen: Schlagwort: „Fressgasse“.
   Prüfen einer Überdachungsmöglichkeit.
   Einholen entsprechender Mittel aus dem EU-Projekt Soziale Stadt
> Keine Belastung der Kissinger Betriebe durch eine Kur- und Tourismusabgabe.

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2. Fortentwicklung des innerstädtischen Wohnens

Der Trend zum Wohnen in der Innenstadt muss gefördert werden, den Bad Kissingen verfügt über reichlichen – aber sanierungsbedürftigen – Wohnraum im Zentrum. Dies kann/muss durch die Stadt geschehen:
> Hilfestellung bei der Sanierung von adäquatem Wohnraum im Stadtzentrum, z.B. durch    Aufhebung der Kurzonenverordnung,
> Initiieren von „Junges Wohnen“ in der ehemaligen Amerikanische Wohnsiedlung in Form    eines günstigen Eigentumswohnungs-Konzeptes - zu Lasten der Ausweisung begünstigter    Baugrundstücke im Umland und um die Gettoisierung aber auch die Zersiedlung der    Landschaft zu verhindern.
> Ansiedlung einzelner Großanbieter der täglichen Grundversorgung im fußläufigen    Innenstadtbereich.
> Aber auch Ansiedlung von Anbietern des täglichen Bedarfs im fußläufigen Bereich der    einzelnen Stadtteile.
> Förderung der Ansiedlung von Dienstleistungsunternehmen in der Peripherie der Innenstadt,    zur Steigerung des innerstädtischen Wohnens.
> Sanierung des Berliner Platzes. Dieser Bereich muss die Qualität einer Magnetzone    bekommen und ein ansprechender Einfalltor für die Kissinger Pendler aber auch für die    Bustouristen werden.
> Abschaffung der Kurzonenverordnung und damit Abschaffung der Quasi-Enteignung der    betroffener Immobilienbesitzer.
> Das Luitpoldbad ist Teil der Innenstadtentwicklung: Neue Konzepte entwickeln und umsetzen,    Schaffung einer „edlen Einkaufsmeile“ mit Cafes, Restaurant, Bar usw. oder Etablieren eines    „Klein Las Vegas“.
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3. Fortentwicklung der Kur

Dem weiteren Niedergang der klassischen Kur entgegenwirken durch:
> Gespräche der Stadtoberhäupter mit allen Träger bzw. Eignern großer Sanatorien
   führen hinsichtlich
·   deren langfristigen Pläne für ihre Häuser,
·  bestehender Probleme aber auch Wünsche
   und dabei nochmals das Potenzial Bad Kissingens aufzeigen
> Neudefinieren des Aufgabenbereichs der Bäderverwaltung, sprich: Kurverwaltung“. Entlastung    der Kurhalter von unnötigen Bürokratiekosten.
> Enge Zusammenarbeit der Stadt mit dem Kurverein und Stärkung des Kurvereinsgedankens..
> Verbesserung des Erscheinungsbilds der Stadt.
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4. Fortentwicklung des Tourismuses

Allen Arten des Tourismuses muss eine deutlich gesteigerte Aufmerksamkeit zuteil werden. Es müssen neue Gästegruppen erschlossen werden:
> Einrichtung von Fahrradterminals mit Schließfächern für das typische Radlergepäck.
> Der Bahnhof muss zu einer attraktiven Visitenkarte der Stadt umgestaltet werden.
   Er ist von der Stadt zu übernehmen und als Touristen-Informationszentrum und Sitz der    „Kurverwaltung“ umzugestalten. Auch idealer Standort für ein Fahrradterminal und    Wohnmobilstellplätzen, da zentrumsnah, mit Gaststätte, öffentlicher Toilette und sonstiger    Infrastruktur.
> Zusammenarbeit mit Münnerstadt, dem mittelalterlichen Kleinod, und Hammelburg, der    ältesten fränkischen Weinstadt, im Sinne eines Dreierbundes bei Werbemaßnahmen im    Nahbereich z.B. im Großraum Frankfurt. (Saaleland = Nahes Ferienland = Einkaufsland).
> Überregionale Werbemaßnahmen im Verbund mit „Der Rhön“ in den Nachbarländern, z.B.    Dänemark, Niederlanden oder Belgien.
> Keine Erhebung von Kurtaxen von Geschäftsleuten und Tagungsteilnehmern.
> auch Öffentliche Toiletten gehören zum Tourismus. Sie sind ein „Muss“ für viele Touristen und    Tagesgäste und in einen erstklassigen Zustand zu versetzen und zu unterhalten. Auch    empfiehlt sich eine „Bewirtschaftung“.
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5. Kultur.

Bad Kissingen ist als einstige Kurstadt mit seinem hervorragenden Kulturangebot auf sehr gutem Weg zu einer Kulturstadt. Deshalb:
> Kissinger Sommer und Winterzauber, was gut ist, weiterentwickeln
> Kissinger Theatertage, was gut war, wiederbeleben
> Umsonst-und-draußen, was privat getragen wird, unterstützen
> Außerhalb der typischen Aufführungssaison sollten Aufführungsräume, wie z.B. die Obere    Saline, den örtlichen Tonkünstlern, Darstellern, Chören und Theatergruppen zugänglich sein.
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6. Kissinger Jugend.

Platz für Bolzen, Toben und veranstaltunge schaffen
> Einen innenstadtnahen Bolzplatz auf dem Kasernengeländeschaffen;
   das ehemalige Baseballfeld als Bolzplatz herzurichten.
> Den Dr. Hans-Weis-Sportpark intensiver nutzen,
   z.B. für Beach-Volleyball, Lauftreffs, Sport-Workshops.
> Die Durchführung von Kinder- und Jugendflohmärkten unterstützen,
   z.B. auf dem innenstadtnahen Bolzplatz
> Die kreative Energie der Jugend und ein gesundes Selbstbewusstsein intensiv fördern,
   z. B. in der Art der Kinderakademie Fulda.
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7. Senioren

Senioren und Seniorinnen stellen einen besonders großen Anteil an der Kissinger Bevölkerung. Ihre Lebensleistung, ihr Wissen aber auch ihre Kreativität sollten genutzt werden. Ihre Bewegungsmöglichkeiten, dort wo erforderlich, verbessert werden. Deshalb gilt:
>  Den Seniorenbeirat stärken und aus der Alibifunktion entlassen
>  Die kreative Energien der Senioren zu nutzen, z.B. nach dem Motto „Senioren helfen Jungen“    aber auch „Senioren helfen Senioren“
> Verschiedene Barrieren im Innenstadtbereich zu beseitigen.
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